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Rechnungshof empfiehlt den Weg in die Bildungskatastrophe

Der Landesrechnungshof kritisiert die Zahlung der höchsten Erfahrungsstufe vom ersten Dienstjahr an [1, S. 93 ff.]. Bei seinen Berechnungen und der Argumentation geht der Rechnungshof äußerst unseriös vor: So kritisiert er, dass angestellte Lehrkräfte in den ersten Dienstjahren mehr netto als Beamte verdienen, ignoriert aber, dass sich dieses Verhältnis nach einigen Jahren umkehrt und über die Lebensarbeitszeit gerechnet ledige kinderloste Angestellte über 100.000 € weniger netto verdienen, über 150.000 € wenn der Senat der Empfehlung des Rechnungshofes folgt und die Zahlung der Differenz wieder einstellt (Ergebnis unserer Modellberechnungen).

Die Kritik, zu viel für gute Lehrkräfte auszugeben widerspricht der Empfehlung der Europäischen Kommission, die Bildungsausgaben in Deutschland zu erhöhen [2 S. 7, 10]. Eine Rücknahme der Zulage und damit eine Beschleunigung des direkten Wegs in die Bildungskatstrophe hat die Senatsbildungsverwaltung offenbar nicht vor, sie verteidigt die übertarifliche Zulage mit Verweis auf den bundesweiten Wettbewerb mit Ländern, die Lehrkräfte verbeamten [3]. Wir haben zu der unverantwortlichen Forderung des Rechnungshofs eine ausführliche Stellungnahme verfasst. Quellen:
[1] Rechnungshof von Berlin. Jahresbericht 2012, S. 93 ff.
     http://www.berlin.de/imperia/md/content/rechnungshof2/jahresbericht_2012.pdf
[2] European Commission. Assessment of the 2012 national reform programme and stability programme for GERMANY,
     S. 7 und 10. http://www.euractiv.de/fileadmin/images/SWD_2012_Germany_EN.pdf
[3] Berliner Zeitung vom 01.06.2012: Schulsenatorin kritisiert Rechnungshof

erstellt am 09.06.2012, letzte Aktualisierung am 09.06.2012
 
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