Aktuelles

 

Erneuter Warnstreik an über 100 Berliner Schulen

 

Angestellte Lehrkräfte von weit über 100 Schulen beteiligen sich wie hier an der 12. Schule (Gymnasium) in Mitte am 16. und 17.01.2013 an einem Warnstreik beteiligt. Die GEW hat auf ihrer Webseite Fotos der Streikenden von verschiedenen Schulen veröffentlicht sowie Stellungnahmen, in denen die Streikenden ihre Beteiligung begründen. Sehr ermutigend!

Bildet Berlin! befürwortet den erneuten Streikaufruf der GEW. Nur durch Arbeitskampfmaßnahmen können wir als Angestellte eine Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen erreichen.

 
Der Senat hat Angestellte gewollt - nun hat er sie bekommen. Die angestellten Lehrkräfte werden immer mehr und der Berliner Senat wird ihre Arbeitsbedingungen zukünftig mit ihnen tarifrechtlich verhandeln müssen!

erstellt am 16.01.2013, letzte Aktualisierung am 25.01.2013

 

„Wir haben 1.300 € draufgelegt“ - Senatorin Scheeres in der Abendschau

Bildungssenatorin Scheeres stellte sich am 13.01.2013 den kritischen Fragen der Abendschau zum Thema Lehrermangel. In diesem Interview sagt sie: „Wir haben ja 2009 1.300 € draufgelegt, so dass angestellte junge Lehrer fast so viel verdienen wie verbeamtete Lehrer.“

Man beachte: die Rede ist von jungen angestellten Lehrer/innen - aus gutem Grund: Das zweifelslos zunächst attraktive Einstiegsgehalt ist zugleich das Endgehalt. Die 1.300 € werden genau ein halbes Jahr lang gezahlt, danach beträgt die Zulage zwei Jahre lang noch 1.000 €, dann drei Jahre lang 850 €, und schließlich vier Jahre lang knapp 500 €.
Nach 10 Jahren ist Schluß mit der Zulage und die dann nicht mehr ganz so jungen angestellten Lehrkräfte werden ihren verbeamteten Kollegen 30 Jahre lang beim Wachsen ihrer Gehälter in weiteren 5 Besoldungsstufen zusehen, sodass sie am Ende trotz der Zulage über 100.000 € netto weniger verdient haben werden. Die Aussage Scheeres', angestellte Lehrer verdienen fast so viel wie verbeamtete Lehrer, gilt eben nur solange diese jung sind - ein nur allzu einfach zu durchschauendes Lockangebot, dass angestellte Lehrkräfte genau so lange in der Stadt halten soll bis es für eine Verbeamtung anderswo zu spät ist!


erstellt am 13.01.2013, letzte Aktualisierung am 25.01.2013

 

Absichtserklärung über Zahlung der Stufe 5 nichts als ein billiger Taschenspielertrick!

Der Tagesspiegel meldet, dass die derzeit außertariflich gewährte Zulage – die den angestellten Lehrkräften Berlins seit 2009 die sofortige Eingruppierung in die Erfahrungsstufe 5 (E5) beschert – bis Ende 2017 gesichert ist [1]. „Bildet Berlin!“ empört diese bloße Absichtserklärung, denn nach wie vor handelt es sich um eine reine Absichtserklärung – es besteht kein verlässlicher Rechtsanspruch!

Darüber hinaus handelt es sich bei der Zulage um einen nur allzu einfach zu durchschauenden politischen Taschenspielertrick: Man will junge Lehrkräfte ruhig halten und mit einem hohen Anfangsgehalt locken, um sie dann in Gutsherrenart wie einen Beamten zu behandeln! Trotz der Zulage verdienen angestellte Lehrkräfte für die gleiche Arbeit in 40 Dienstjahren über 100.000€ netto weniger als ihre verbeamteten Kollegen. Nebenbei stellt der Senat Beamte aus anderen Bundes-ländern ein, zu denen beträgt die Differenz über 160.000 € - skandalös und kein Grund zum Jubeln!

erstellt am 10.01.2013, letzte Aktualisierung am 10.01.2013

 

Vergleichbares Nettoeinkommen für angestellte und beamtete Lehrkräfte ist mit geltendem Tarifvertrag machbar - Tun Sie es, Herr Nußbaum!

"Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung von qualifizierten Fachkräften [...] kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten." - das sagt der geltende Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) in §16 (5) zum Thema Zulagen [1]. In unseren Berechnungen zum Vergleich des Nettoeinkommens einer kinderlosen, ledigen Gymnasiallehrkraft haben wir ein Modell berechnet, das solche Vorweggewährung von Erfahrungsstufen und die Gewährung von Zulagen für die in Berlin geltende Entgelttabelle modelliert [2]. Und siehe da: Ein vergleichbares Nettoeinkommen für angestellte und beamtete Lehrkräfte ist mit dem geltendem Tarifvertrag machbar.

  
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erstellt am 20.11.2012, letzte Aktualisierung am 06.01.2013

 

Lohnkürzung UND Arbeitszeiterhöhung? Nicht mit uns!

Berlin kehrt zum 01.01.2013 in die „Tarifgemeinschaft der Länder“ (TdL) zurück [1]. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Bezahlung angestellter Lehrkräfte nicht in Tarifverhandlungen mit dem Land Berlin geregelt wird, sonder bundesweit. Einheitliche Löhne implizieren aber auch einheitliche Regelungen. Das ist insofern ein gravierendes Problem, als dass die befristete Nebenabrede – die den angestellten Lehrkräften Berlins seit 2009 die sofortige Eingruppierung in die Erfahrungsstufe 5 (E5) beschert – ganz und gar nicht im Sinne einer bundesweit einheitlichen Regelung ist. Das bedeutet, die übrigen Länder der Tarifgemeinschaft sehen es nicht gerne, wenn es Sonderwege und eine Bevorzugung in einem der Länder (hier: Berlin) gibt.

Die Aussage des Finanzsenators in der Zurückweisung der Aufforderung der GEW die Zulage im Rahmen einer tarifrechtlichen Vereinbarung zu regeln unterstreicht diese Tatsache brutal eindeutig: „[…] die derzeit bestehenden Regelungen sind bei der TdL auf Kritik gestoßen, sodass ich keine Chance für den […] Sonderweg Berlins sehe.“ [2]

Es gibt innerhalb der TdL jedoch zahlreiche Bundesländer, die über die gemeinsamen Regelungen hinaus individuelle Vereinbarungen treffen. Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen muss das Argument, die Zulage könne wegen der TdL nicht länger gewährt werden, als vorgeschoben angesehen werden. Im Kern geht es um eine weitere Sparmaßnahme, die wieder einmal die angestellten Lehrkräfte leisten sollen!

erstellt am 19.12.2012, letzte Aktualisierung am 15.02.2013

 

STREIK der angestellten Lehrkräfte am 13.12.2012, 12 Uhr

Die GEW Berlin hat die angestellten Lehrkräfte an sieben Schulen für den 13.12.2012 ab 12 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Bildet Berlin! unterstützt den Streik und begrüßt, dass angestellte Lehrkräfte nun einen Ausgleich für die Nachteile gegenüber verbeamteten Kollegen auch als Tarifforderung einfordern und der Ernsthaftigkeit dieser Forderung durch den heutigen Warnstreik Nachdruck verleihen.

Es ist an der Zeit, dass der Senat sich seiner Verantwortung als Arbeitgeber stellt:
  
Wenn der Senat uns nicht verbeamtet, kann er mit uns nicht umgehen wie mit Beamten!

Wir sind keine „Beamte light“!

Wir fordern tarifrechtliche Vereinbarungen zu einer Eingruppierung, die angestellten Lehrkräften ein ihren verbeamteten Kollegen vergleichbares verfügbares Einkommen gewährt. Ggf. sind hierzu auch Zulagen im Sinne von §16 (5) TV-L in Betracht zu ziehen.

Wir fordern weiterhin eine tarifrechtliche Vereinbarung zur Arbeitszeit von Lehrkräften. Die Ankündigung des Senats, den Wegfall der Arbeitszeitkonten nicht vollständig auszugleichen, zeigt uns erneut, wie verantwortungslos uns die „sozialdemokratische“ Berliner Senatsbildungsverwaltung grundlegende Arbeitnehmerrechte verwehrt!


erstellt am 13.12.2012, letzte Aktualisierung am 27.03.2013

 

"Wenn es Ihnen hier nicht passt, dann gehen Sie doch." - Gar nicht so einfach!

Ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Senatsverwaltung in ihren eigenen "Argumenten" verstrickt:

Wie wir erfuhren hatte es ein junger angestellter Lehrer in Berlin satt, sich von Herrn Rackles sagen zu lassen "Wenn es Ihnen hier nicht passt, dann gehen Sie doch." und plante genau das zu tun. An attraktiven Angeboten außerhalb Berlins mangelte es Dank gleich zweier Mangelfächer nicht, allein die Freigabe von Berlin wurde mit der Begründung verweigert, es bestünde dringender Bedarf an seiner Schule, der sich nicht anderweitig decken ließe.

Nun wird es pikant: Der an seinem Gymnasium so unentbehrliche Fachlehrer wurde nach seinem abgewiesenen Freistellungsantrag kurzerhand mit einer halben Stelle an eine Sekundarschule für teilweise fachfremden Unterricht abgeordnet!

Es bedurfte eines Gesprächs in der Senatsbildungsverwaltung bis auch diese den Kurzschluß in der Logik nachvollzogen haben und dem Kollegen nun freies Geleit zusagten.

erstellt am 05.11.2012, letzte Aktualisierung am 05.11.2012

 

Schulrat mit E14? Das kann es nur in Berlin geben!

Die Senatsverwaltung hat ein besonders attraktives Angebot zu machen: Für die Position eines Schulrats im Referat für die Schulinspektion (Referat VI C) bietet die Senatsbildungsverwaltung Beamten A15, Angestellten E 14 vorbehaltlich einer endgültigen Bewertung. Unsere Modellberechnungen haben ergeben, dass Angestellte selbst in der Entgeltgruppe E14 durchschnittlich weniger Nettoeinkommen erhalten als Studienräte in der zwei Besoldungsgruppen unter A15 liegenden Besoldungsgruppe A13. Eine telefonische Nachfrage ergab, dass der Nachsatz "vorbehaltlich einer endgültigen Bewertung" bedeutet, dass man sich über die Vergütung von Angestellten noch nicht im Klaren sei und dass je nach Eignung auch die Entgeltgruppe E13 in betracht kommt!

erstellt am 05.11.2012, letzte Aktualisierung am 06.11.2012

 

Die nächste riesen Sauerei: Der Berliner Senat will die Arbeitszeitkonten ohne angemessenen Ausgleich abschaffen

Die nächste riesen Sauerei ist im Anmarsch: Der Berliner Senat will die Arbeitszeitkonten ohne angemessenen Ausgleich abschaffen. Die Arbeitszeit von Lehrer/innen wurde 2003 um 8% erhöht. Auch die der angestellten, denn angestellte Lehrkräfte werden ja im Punkto Arbeitszeit wie keine anderen Angestellten in diesem Land nach Gutsherrenart wie Beamte behandelt - ohne dass wir ein vergleichbares Maß an Einkommen und Sicherheit gewährt bekommen. Während die Arbeitszeiterhöhung bei allen anderen Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes nur 5% betrug und auch schon bald wieder zurückgenommen wurden, blieb es bei der massiven Arbeitszeiterhöhung der Lehrer/innen. Im Gegenzug werden seit 2004 als teilweise Kompensation jährlich 4 unterrichtsfreie Tage gewährt (wobei einen davon die Kollegen durch Vertretung - also wir selbst durch weitere Mehrarbeit! - erwirtschaften) sowie 5 Tage im Jahr auf ein Arbeitszeitkonto gutgeschrieben.

erstellt am 05.11.2012, letzte Aktualisierung am 14.11.2012

 

Im sexy Berlin geht's dann halt auch mal ohne Gehalt!

Fassungslos macht uns, was wir heute im Tagesspiegel über den Umgang mit neu eingestellten Lehrer/innen lesen: Nachdem sich der Senat in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage jüngst die Gehälter angestellter Lehrer/innen schön gerechnet hat haben über 8 Wochen nach Schuljahresbeginn einige befristet neu eingestellte Lehrer/innen noch gar kein Gehalt erhalten!

erstellt am 05.10.2012, letzte Aktualisierung am 05.10.2012

 

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Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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