Mitstreiter für Schulqualität und gegen Lehrermangel

 
Folgende Initiativen und Verbände befassen sich ebenfalls mit der Problematik eines drohenden Qualitätsverlusts an schulischer Bildung und dem zunehmenden Lehrermangel:

  
Der Berliner Landesverband der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Forderungen zur Aufwertung der Einkommen und Verbesserung der Arbeitsbedingungen angestellter Lehrer/innen aufgestellt. Auf seiner Homepage hat der Landesverband u. a. die Erhöhung der Arbeitsbelastung seit 2000 dokumentiert sowie in den vergangenen Jahren erreichte Verbesserungen für angestellte Lehrer/innen Am 29. März 2012 hat der Berliner Landesverband der GEW alle Mitglieder, die als angestellte Lehrerinnen und Lehrer arbeiten, zu einer Tarifpolitischen Konferenz eingeladen, die Forderungen zur Eingruppierung der Lehrer/innen und zu alternsgerechten Arbeitsbedingungen diskutiert und formuliert hat. Die Landesdeligiertenversammlung hat im März in einem Beschluß ihr Verständnis dafür geäußert, dass die Verbeamtung für viele junge angestellte Kolleginnen und Kollegen eine Alternative darstellt.
Weitere Informationen auf http://gew-berlin.de/angestellte-lehrkraefte.htm.

 RedBrainRedBrain ist eine linke Schü­le­rIn­nen­grup­pe, die an meh­re­ren Schu­len in Ber­lin das Flug­blatt Red­Brain raus­gibt. Darin wol­len sie eine an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Ant­wort auf die Krise geben, ge­nau­so wie die kon­kre­ten Pro­ble­me ihres (Schul)All­ta­ges be­leuch­ten. Die Gruppe hat sich mehrfach mit den Forderungen protestierender Lehrer/innen solidarisiert und entsprechende Schüler/innenprotesste organisiert, da sich überlastete Lehrer/innen auch direkt auf ihre Situation in der Schule auswirken.

 
Das Netzwerk angestellter Lehrer Soziale Gerechtigkeit für Berliner Lehrerinnen und Lehrer hat unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Thema Lehrermangel am Beethoven-Gymnasium am 15. März 2012 organisiert und die Ergebnisse in einer Presseerklärung zusammengefasst. Es diskutierten unter Moderation von Martin Klesmann (Berliner Zeitung): Sigrid Baumgardt (Vorsitzende des GEW Landesverbandes Berlin), Hildegard Bentele (Europa- und schulpolitische Sprecherin der CDU im Abgeordnetenhaus Berlin), Dr. Ina Czyborra (Mitglied der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin), Harald Kuhn (Vorsitzender des Schulleiterverbandes IBS), Günter Peiritsch (Vorsitzender des Landeselternausschuss), Ralf Treptow (Vorsitzender der Vereinigung der Oberstudiendirektoren des Landes Berlin e.V.) und Torsten Ulrich (Initiative Verbeamtung Jetzt!).

Die Initiative Verbeamtung Jetzt! hat 2009 mit einer medienwirksamen, koordinierten Abgabe von Freistellungsanträgen auf den drohenden Lehrermangel hingewiesen. Verbeamtung Jetzt! stellt vor allem heraus, in wie fern sich der Verzicht auf eine Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern auf die Konkurrenzfähigkeit des Landes im bundesweiten Wettbewerb um junge Lehrer auswirkt. Die sieben Argumente, die für eine Rückkehr zur Verbeamtung angeführt werden, beschreiben eindringlich die heute immer stärker bestehenden Herausforderungen an der Berliner Schule.
 
 Die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrerinnen und Lehrer in NRW e.V. (SchaLL-NRW) tritt an, um den Interessen angestellter Lehrer/innen in Nordrhein-Westfalen Gehör zu verschaffen. Auch hier herrschen große Unterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften - mit dem Unterschied, dass die Altersgrenze zur Verbeamtung bis 2009 bei 35 Jahren lag - mit der motivationszerstörenden Besonderheit, dass neueingestellte Kollegen mit Mangelfächern in den Jahren 2000 bis 2006 dagegen bis 45 verbeamtet wurden. Ab Ende 2009 wurde die Altersgrenze als Reaktion auf ein Bundesverwaltungsgerichtsurteil auf 40 Jahre angehoben. Infolge mehrerer Bundesverfassungsgerichtsurteile innerhalb des Jahres 2015 gilt nun eine erneut veränderte Höchstaltersgrenze von 42 Jahren. Heute sind in NRW ca. 40.000 der insgesamt ca. 170.000 Lehrkräfte Angestellte / Tarifbeschäftigte. Heute sind in NRW ca. 40.000 der insgesamt ca. 170.000 Lehrkräfte Angestellte.
 Die Initiative aus Eltern, Lehrern und Schülern Aktion Gute Schule e.V. (i.G.) aus Bayern möchte die Situation an unseren Schulen für alle Beteiligten nachhaltig verbessern und eine zeitgemäße und nachhaltige Wissensvermittlung ermöglichen, die sich durch Freude am Lernen und Lehren unter Berücksichtigung moderner Hirnforschung, der Schaffung neuer Lernkulturen, verbesserten Lerneinheiten, überarbeiteten Unterichtsformen, keiner oder zumindest einer späten Selektion, Kompetenzbewertung anstelle von Notengebung, Chancengleichheit und Inklusion auszeichnet.

Viele Aktivisten von Bildet Berlin! engagieren sich auch in anderen Initiativen und der GEW für unsere Anliegen.

 
Bildet Berlin!
Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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