Aktuelles

 

Bildet Berlin! unterstützt den Streik der angestellten Lehrkräfte

Bereits vor Jahren warnte Bildet Berlin! vor dem Lehrermangel in Berlin. Mit maroden Schul-gebäuden, schlechten Arbeitsbedingungen und mehrfachen – auch noch zynisch als „Attraktivi-tätssteigerung“ angekündigten – Arbeitszeitver-längerungen lassen sich weder die Schulqualität verbessern noch der Lehrermangel überwinden. Dem Senat fehlt offenkundig ein tragfähiges Konzept für die Zukunft!
 

Berlins angestellte Lehrkräfte haben nicht vergessen,
  • dass sie - bezogen auf die Lebensarbeitszeit - nach wie vor ein weit geringeres Einkommen als verbeamtete Lehrkräfte haben, obwohl sie die gleiche Arbeit leisten.
  • dass der Senat, obwohl er seine Angestellten schlechter bezahlt als seine Beamten, weiterhin Beamte aus anderen Bundesländern übernimmt, die nicht nur mehr verdienen als Berliner Angestellte, sondern sogar mehr als Berliner Beamte! Merke: Wer Berlin die Treue hält, wird bestraft!
  • dass ihre Renten keinem Vergleich mit den Pensionsbezügen standhalten werden.
Um den vollen Rentensatz zu erreichen, müssen wir mehr als vierzig Jahre einzahlen, und erst die letzten Jahre schlagen wirksam zu Buche! Wer von uns kann das schon! Und in dieser Situation haben die Arbeitgeber es geschafft, die Bedingungen der freiwilligen VBL-Zusatzrente, einst geschaffen, um den Einkommensunterschied zu den Beamten zu schließen, auch noch massiv zu verschlechtern.

Daher stellt Bildet Berlin! fest: Der Berliner Senat will Beamte haben - was Verfügbarkeit angeht. Deshalb haben sie uns dem Dienstrecht unterworfen. Er will uns aber nicht wie Beamte bezahlen. Deshalb streiken wir seit fast vier Jahren in Berlin - doch wir sind noch nicht am Ziel.

Darum befürwortet Bildet Berlin! weiterhin den Streik und die Fortsetzung des Arbeitskampfes. Gerade im Wahljahr müssen wir unsere Forderungen laut und deutlich in die Öffentlichkeit tragen!

Bildet Berlin! fordert weiterhin:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Steigerung der Schulqualität auch durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte!


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erstellt am 11.03.2016, letzte Aktualisierung am 11.03.2016

 

Bundesweite Konferenz angestellter Lehrkräfte

Vertreter von Bildet Berlin! nahmen am 20 Februar 2016 an der ersten Bundeskonferenz der tarifbeschäftigten Lehrkräfte in Bielefeld teil.

Der Tag begann stimmungsvoll mit der Sambagruppe der SchaLL NRW und einem Grußwort der Bielefelder Bürgermeisterin. Darauf folgten zwei sehr interessante Vorträge von Rechtsanwalt Bernhardt Mathies zur Situation der Zusatzversorgung VBL und von Rechtsanwalt Dr. F. Schulze zur Frage, ob die statusrechtliche Unterscheidung zwischen Beamten und Angestellten heute überhaupt noch zeitgemäß ist. Darauf stellten wir Besonderheiten der Situation angestellter Lehrkräfte in Berlin und die Proteste angestellter Lehrkräfte der vergangenen Jahre vor. 

Der Nachmittag war der Arbeit in Workshops zu verschiedenen Themen gewidmet. Dort wurden u. a. Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten diskutiert und sinnvolle Forderungen zu einer Beseitigung der Benachteiligungen für angestellte Lehrkräfte beraten. Und es wurde überlegt, wie sich angestellte Lehrkräfte zukünftig besser bundesweit vernetzen können. Abschließend verabschiedeten alle Teilnehmenden gemeinsam eine Bielefelder Erklärung mit Forderungen, wie die Benachteiligung angestellter Lehrkräfte zu beseitigen ist.

Die SchaLL NRW ist mit der Organisation dieser Bundeskonferenz der tarifbeschäftigten Lehrkräfte bereits einenwichtigen Schritt zu einer besseren bundesweiten Vernetzung angestellter Lehrkräfte gegangen und wir danken herzlich für ihr Engagement und diese tolle Veranstaltung!

Alle weiteren Informationen zur bundesweiten Konferenz angestellter Lehrkräfte finden sich auf

http://bundeslehrerkonferenz.de

Presseberichte:

Neue Westfälische vom 21.02.2016: Angestellte Lehrer fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Westfalenblatt vom 22.02.2016: Angestellte fühlen sich diskriminiert - Bundeskongress verabschiedet "Bielefelder Erklärung" [PDF]


erstellt am 20.02.2016, letzte Aktualisierung am 22.02.2016

 

Angestellte Lehrkräfte nach wie vor deutlich benachteiligt

In Berlin wurde der Arbeitskampf für eine Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte wieder aufgenommen. Wir haben unsere Modellberechnungen aktualisiert. Sie zeigen: An der Situation angestellter Lehrkräfte hat sich in den letzten Jahren wenig geändert! Nach wie vor verdienen sie trotz der vom Senat außertariflich gezahlten Zulage im Durchschnitt jedes Jahr ca. 3.000€ weniger netto als verbeamtete Kollegen – das macht in 40 Dienstjahren bis zu 120.000€ aus. Dabei ist bereits berücksichtigt, dass Beamte monatliche Kosten zur privaten Krakenversicherung von ca. 210€ tragen. 

erstellt am 25.01.2016, letzte Aktualisierung am 25.01.2016

 

Bildet Berlin! beendet das Volksbegehren Unterrichtsgarantie



Am 19. Mai 2015 hatte Bildet Berlin! gemeinsam mit Vertretern des Landesschülerausschusses (LSA) und des Landeselternausschusses (LEA) das Volksbegehren Unterrichtsgarantie für eine verbindliche 10%-ige Vertretungsreserve an jeder Berliner Schule vorgestellt. Nach sechs Monaten beenden wir nun das Volksbegehren und haben die bisher gesammelten Unterschriften beim Senat abgegeben. 17.392 Berlinerinnen und Berliner unterschrieben für die von uns geforderte Vertretungsreserve. Leider sind das 2.608 zu wenig für die Durchführung eines Volksbegehrens.

erstellt am 06.12.2015, letzte Aktualisierung am 27.01.2016

 

Aktuelle Flüchtlingswellen stellen Schulen vor bisher ungekannte Herausforderungen – mehr Lehrkräfte sind zwingend erforderlich

Seit Wochen heißt Berlin die Flüchtlinge aus den Krisengebieten willkommen. Bisher ging es vor allem darum, eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung zu organisieren. Und in vielen Schulen sind Willkommensklassen inzwischen Teil des Schullebens. Dennoch werden die aktuellen und zukünftigen Flüchtlingswellen die Berliner Schulen vor bisher ungekannte Herausforderungen stellen:
 
Die Integration beginnt mit dem Spracherwerb und der Eingliederung in gesellschaftliche Strukturen. Dabei ist der Schulbesuch von herausragender Bedeutung. Um diesem Anspruch und damit den Flüchtlingskindern gerecht zu werden, müssen dringend die personellen Voraussetzungen geschaffen werden: die Schulen brauchen mehr Lehrkräfte!

erstellt am 16.09.2015, letzte Aktualisierung am 16.09.2015

 

Bildet Berlin! startet Volksbegehren Unterrichtsgarantie


Bildet Berlin! kritisiert bereits seit längerem eine unzureichende Lehrkräfte-Ausstattung der Schulen in Berlin. Gemeinsam mit Vertretern des Landesschülerausschuss (LSA) und dem Landeselternausschuss (LEA) startete Bildet Berlin! heute das Volksbegehren Unterrichtsgarantie um verbindlich eine 10%-ige Vertretungsreserve an jeder Berliner Schule durchzusetzen!

Am 19. Mai 2015 stellten in der Berliner Pressekonferenz Florian Bublys (Vorsitzender Bildet Berlin! e. V.), June Tomiak (LSA) und Norman Heise (Vorsitzender LEA) das Volksbegehren Unterricht vor.

Wie und wo man für das Volksbegehren unterschreiben kann, wie man das Volksbegehren Unterrichtsgarantie darüber hinaus unterstützen kann und alle Informationen zum Volksbegehren Unterrichtsgarantie auf Facebook, Twitter und


http://volksbegehren-unterrichtsgarantie.de


Hinweis:
Das Volksbegehren Unterrichtsgarantie wurde inzwischen beendet.


erstellt am 19.05.2015, letzte Aktualisierung am 27.01.2016

 

Organisation von Vertretungsunterricht an Berliner Schulen

Den Durchschnitt­werten liegen Angaben der Senatsbildungsverwaltung für die Schuljahre 2010/2011 bis 2013/2014 aus der Ant­wort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Joschka Langenbrinck (SPD) vom 10. Dezember 2014 zugrunde, den Angaben zu im Rahmen der Personalkostenbudgetierung erteiltem Unterricht Angaben für die Kalenderjahre 2011 bis 2014. Angaben zum insgesamt zu erteilenden Unterricht sind den jeweiligen Ausgaben von „Blickpunkt Schule“ für die Schuljahre 2010/2011 bis 2012/2013 entnommen. Detaillierte Quellenangaben unten. Die Berechnungen können unter folgendem Link abgerufen und nachvollzogen werden: http://bildet-berlin.de/docs/OrganisationVertretungsunterricht2010-2014.xls


In Berlin finden jedes Jahr 2 Millionen Unterrichtsstunden nicht regulär statt. Dies entspricht 10,8% des insgesamt zu erteilenden Unterrichts. Bei einem Schuljahr mit 38 Wochen kann von 19 Schultagen oder auch 4 Schulwochen ausgegangen werden, die nicht planmäßig erteilt werden.

Von diesem Vertretungsanfall werden gut 400.000 Stunden nicht erteilt – sie fallen aus. Dies entspricht 2,1% des insgesamt zu erteilenden Unterrichts und macht somit 20% des Vertretungsanfalls aus.

Als Vertretungsunterricht weist die Senatsbildungsverwaltung 8,6% des insgesamt zu erteilenden Unterrichts aus, insgesamt ca. 1,6 Millionen Unterrichtstunden. Dies entspricht 80% des Vertretungsanfalls und erscheint zunächst relativ erfolgreich. Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auf, dass in diesem Vertretungsunterricht in weiten Teilen entweder kein Unterricht stattfindet oder der Vertretungsunterricht zulasten von notwendigem Förder- und Teilungsunterricht geht:


Infografik aus der Berliner Morgenpost vom 23.04.2015 (S. 9)

erstellt am 20.01.2015, letzte Aktualisierung am 29.04.2015

 

Der Tarifabschluss zum TV-L 2015 geht zulasten der angestellten Beschäftigten der Länder und vergrößert die Einkommensunterschiede gegenüber Beamten

Nach vier Verhandlungsrunden und einer außergewöhnlich hohen Streikbeteiligung sahen sich die Gewerkschaften ver.di, GEW und dbb offenbar gezwungen, am 28.03.2015 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Kompromiss zu schließen [1], der in jeder Hinsicht zulasten der Beschäftigten der Länder geht:

Zwar ist es gelungen, das Leistungsniveau der Zusatzversorgung durch die VBL zu halten, die Kosten dafür bezahlen aber die Arbeitnehmer/innen, indem der Arbeitnehmeranteil schrittweise erhöht wird. Dabei ist diese Zusatzversorgung ursprünglich eine alleinige Leistung der Arbeitgeber gewesen! Sie sollte eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst bei niedrigeren Gehältern als in der freien Wirtschaft attraktiver machen, indem Einbußen in den Leistungen der gesetzlichen Renten durch die Zusatzversorgung ausgeglichen werden. Diese Leistung sollen nun die Arbeitnehmer zunehmend selbst aus ihren Gehältern erwirtschaften.

Die auf zwei Jahre verteilte Lohnerhöhung beträgt in den die Lehrkräfte betreffenden Entgeltgruppen mit 2,1% und 2,3% insgesamt 4,4483% und liegt deutlich unter dem Abschluss für den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TV-öD) 2014, nach dem die Beschäftigten von Bund und Kommunen mit 3,0% und 2,4% insgesamt 5,472% mehr Gehalt erhalten, was einer Steigerung von 2,736% pro Jahr ent-spricht. Damit wächst die ohnehin schon bestehende Benachteiligung der Angestellten der Länder gegenüber den Beschäftigten von Bund und Kommunen weiter an. Dabei gibt es keinen objektiv nachvollziehbaren Grund, warum bei den Ländern Beschäftigte schlechter bezahlt werden sollten!

Die Erhöhung des Arbeitnehmeranteils für die Zusatzversorgung schmälert die ohnehin schon geringen Gehaltssteigerungen zusätzlich: Zieht man von der Gehaltserhöhung die Kosten für die Erhöhung des Arbeitnehmeranteils zur Zusatzversorgung ab, so verbleiben im Tarifgebiet West magere 4,4483% - 0,4% = 4,0483% Gehaltserhöhung (=2,02415% pro Jahr!), im Tarifgebiet Ost lediglich 4,4483% - 2,25% = 2,1983% Gehaltserhöhung (=1,09915% pro Jahr!). Wird die prozentuale Lohnerhöhung wie bereits von drei Bundesländern angekündigt auf die Beamtenbesoldung übernommen, so wird auch die Gerechtigkeitslücke innerhalb der Lehrerzimmer noch größer, denn Beamte zahlen nicht für die Zusatzversorgung!

erstellt am 12.04.2015, letzte Aktualisierung am 23.04.2015

 

Warnstreiks in Berlin

JA zur Lohnerhöhung! NEIN zur geplanten Lehrkräfte-Entgeltordnung!

Gegenwärtig finden die Verhandlungen zur Länder-Tarifrunde 2015 statt. Die Gewerkschaften verlangen ein Plus von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro. Außerdem soll es einen Tarifvertrag zur Eingruppierung angestellter Lehrkräfte (L-EGO) geben. In der zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten der Länder haben die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Arbeitgeber erneut kein Angebot zur Gehaltssteigerung vorgelegt. Stattdessen fordern Sie nun, dass die Gewerkschaften Eingriffen in die betriebliche Altersversorgung zustimmen. Aufgrund der einseitig geführten Verhandlungen hat die GEW BERLIN am 3. März 2015 zu Warnstreiks aufgerufen. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind angekündigt.

Bildet Berlin! hält die Warnstreiks für gerechtfertigt und notwendig. Die positive Konjunktur rechtfertigt die Forderungen nach mehr Lohn für die angestellten Lehrkräfte. Außerdem darf es keine Verschlechterung bei der Zusatzversorgung VBL geben. Bildet Berlin! distanziert sich aber gleichzeitig von den aktuellen Forderungen der GEW zur geplanten Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO) - auch wenn dies in den niedrigeren Gehaltsgruppen zu einigen Verbesserungen führen könnte. Es ist inakzeptabel über sogenannte „Paralleltabellen“ die Eingruppierungsregelungen für angestellte Lehrkräfte an die beamtenrechtlichen Regelungen anzubinden. Eine Zementierung beamtenrechtlicher Regelungen für Angestellte ist nicht zeitgemäß. Denn angestellte Lehrkräfte sind keine "Beamten Light"!

erstellt am 01.03.2015, letzte Aktualisierung am 23.04.2015

 

Online-Petition "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!"

Die ersten 5.300 Unterschriften wurden an die TdL übergeben






 
Am 16. Februar 2015 hat eine Delegation von SchaLL NRW und Bildet Berlin! dem Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Jens Bullerjahn die ersten 5.300 Unterschriften unserer Online-Petition Gleicher Lohn für gleiche Arbeit für eine Beseitigung der massiven Benachteiligung angestellter Lehrkräfte gegenüber verbeamteten Kollegen übergeben. Zeitgleich zur Übergabe wurden die Verhandlungen zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) aufgenommen.

Seit dem Herbst wird wieder einmal über die Eingruppierung von Lehrkräften verhandelt. Die SchaLL-NRW und Bildet Berlin! erwarten, dass eine tariflich vereinbarte Eingruppierung dazu beiträgt, die immer größeren Einkommenseinbußen im Vergleich zu verbeamteten Kollegen zu minimieren. Wir, hoffen, dass viele diese Ansicht teilen und haben deshalb eine Online-Petition gestartet!

erstellt am 30.11.2014, letzte Aktualisierung am 12.04.2015

 

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Bildet Berlin!
Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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