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„Die Begehrten und der Müll!“ - ein szenischer Protest mit hunderten mitwirkenden angestellten Lehrkräften



 

 

 


Hunderte angestellte Lehrkräfte von über 150 Schulen fühlen sich vom Senat im Vergleich zu den von Berlin weiterhin aus anderen Bundesländern übernommenen jungen verbeamteten Kollegen ungerecht behandelt und schlossen sich dem Aufruf von Bildet Berlin! an, diesem Protest in Form einer ironisch überspitzten szenischen Aufführung am Potsdamer Platz Ausdruck zu verleihen und sich so auf die etwas andere Art zu empören. Sie fragen sich zum Beispiel:

Wo ist die Zulage für die, die schon in Erfahrungsstufe 5 sind?
Die gönnerhafte Zulage beträgt nur für ein halbes Jahr 1300€ und sinkt dann rapide gen 0€!

Einseitiges Verordnen einer Arbeitszeiterhöhung trotz Angestellten-Status?
Das ist undemokratisch, schon gar nicht sozialdemokratisch, und ein Ding der Unmöglichkeit!

Verbeamtung von Rückkehrern aus anderen Bundesländern?
Die Zahl der übernommenen Beamten hat sich von 2009 zu 2011 verdoppelt.
Sie verdienen für die gleiche Arbeit bis zu 20% mehr netto - bis in die Pension hinein!

Als Angestellter beschäftigt und bezahlt werden, aber alle Pflichten der Beamten haben?
Nicht mit uns!!!

Es muss eine tarifrechtlich gesicherte Zulage für angestellte Lehrkräfte geben, die die Unterschiede im Einkommen zwischen Angestellten und Beamten ausgleicht!

Fragen zur Eingruppierung und Arbeitszeit sind unter der Berücksichtigung der geltenden Mitbestimmungsrechte angestellter Arbeitnehmer zu regeln!

Wenn sich Berlin gegen die Verbeamtung von Lehrer/-innen entscheidet, muss dies für alle Neueinstellungen gelten. Es muss ein faires und tarifrechtlich vollständig abgesichertes Angebot an alle geben, als Lehrkraft in Berlin zu arbeiten!


In einer ironischen Satire haben hunderte angestellter Lehrerinnen und Lehrer am 15.01.2013 auf dem Potsdamer Platz symbolisch fünf verbeamtete Kollegen aus Hamburg „willkommen geheißen“. Diese gut gekleideten frisch verbeamteten Hanseaten wurden von einer Dame vom Senat herzlich begrüßt, mit Geld überhäuft und dann auf den vom Senat ausgerollten roten Teppich geschickt, um sich dort von den angestellten Kollegen „feiern“ zu lassen. Wie das ganze ausgesehen hat vermitteln unser YouTube-Video oben sowie die Bilder weiter unten.

Der Bericht der Abendschau erklärt anschaulich die Hintergründe und Zusammenhänge unseres Protests:







Das Schauspiel wurde vom Sprecher von Bildet Berlin! kommentiert. Hier berichtet er von der vorangegangenen Aktion, bei der ca. 30 Aktivisten der Initiative im Anschluß an ein Gespräch mit dem bildungspolitischen Sprecher der SPD Ilkin Özisik im Abgeordnetenhaus den Mitgliedern der SPD-Fraktion Info-Tütchen von Bildet Berlin! übergeben haben, die über die ungerechte Behandlung angestellter Lehrkräfte in Berlin informieren.



 
Die Dame vom Senat begrüßt den ersten privilegierten Rückkehrer mit einem Haufen Geld.



Glücksmomente: Mit Hamburger Besoldung und damit 20% mehr netto die Hauptstadt genießen!







    

    

    
250 „Kostüme hat Bildet Berlin! in einer Sonderschicht angefertigt - sie waren bereits nach wenigen Minuten komplett vergriffen, so groß war der Ansturm von angestellten Lehrkräften, die mit der Aktion ihrem Unmut Luft machen wollten!

Lehrerinnen und Lehrer von über 150 Schulen haben sich an der Aktion beteiligt und auf dem Flipchart verewigt! 

erstellt am 15.01.2013, letzte Aktualisierung am 31.05.2013
 
Bildet Berlin!
Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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