Unsere Forderungen

 

Bildet Berlin! veröffentlicht ein Qualitätspaket für die schulische Bildung in Berlin

Am 27. März 2014 veröffentlichte Bildet Berlin! ein Qualitätspaket für die Berliner Schule. Die Forderungen lauten:

1. 110% Personalausstattung
2. Qualitätssicherung des Quereinstiegs
3. Tarifvertrag statt Lohndiktat
4. Individuelles Lernen in kleineren Klassen
5. Senkung der Unterrichtsverpflichtung
6. Anreize für Engagement
7. Flächendeckender Ausbau der Schulsozialarbeit
8. Qualitätsgerechte Aus- und Weiterbildung
→ das Qualitätspaket von Bildet Berlin! mit Erläuterungen herunterladen

Nun brauchen wir Eure Unterstützung: Bitte helft uns, möglichst viele Unterschriften zur Unterstützung unseres Qualitätspakets zu sammeln. Druckt Qualitätspaket und Unterschriftenliste aus, sammelt bei Eltern sowie Schüler/innen dafür Unterschriften und hängt sie in den Lehrerzimmern aus!
→ Unterschriftenliste zum Qualitätspaket von Bildet Berlin! herunterladen
Sendet die ausgefüllten Listen bitte bis zum 15. Mai 2014 an Bildet Berlin! Entweder einscannen und per Email an mail@bildet-berlin.de oder per Post an
Bildet Berlin!
Postfach 30 41 50
10756 Berlin

Abschließend wollen wir die gesammelten Unterschriften der Bildungssenatorin Sandra Scheeres übergeben. Jede Stimme zählt! Für eine bessere Schule in Berlin!

erstellt am 27.03.2014, letzte Aktualisierung am 01.05.2014

 

Faire Behandlung angestellter Lehrerinnen und Lehrer zur Sicherung der Schulqualität in Berlin!

Bildet Berlin! kritisiert die politisch gewollte Situation und Behandlung angestellter Lehrerinnen und Lehrer in Berlin:
  1. Ungerechte Bezahlung

  2. Missachtung der Mitbestimmungsrechte angestellter Arbeitnehmer/-innen

  3. Die Ungleichbehandlung Angestellter gefährdet die Ausstattung der Berliner Schule mit qualifizierten Lehrer/-innen


erstellt am 28.01.2013, letzte Aktualisierung am 28.01.2013

 

Präambel

Bildet Berlin! verfolgt das Ideal, dass die Jugend unserer Stadt die bestmögliche Schulbildung erfährt! Die qualifizierte Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft unserer Stadt.

Das Thema „Bildung“ steht seit jeher ganz oben auf der politischen Agenda der Hauptstadt. Bildet Berlin! stellt aber fest, dass trotzdem nicht alle zur Verfügung stehenden Ressourcen für Bildung genutzt werden. Das ist fahrlässig und unverantwortlich. Denn eine qualifizierte Ausbildung unserer Jugend ist der Schlüssel zur Lösung der drängendsten Probleme unserer Stadt: Integration und Arbeit.

Wir brauchen eine gebildete, engagierte und motivierte Jugend, die dem zukünftigen gesellschaftlichen Leben innovative und wertvolle Impulse gibt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden vertritt Bildet Berlin! die Interessen von Schülern, Eltern und Lehrern. Nur gemeinsam bilden wir Berlin!

Wir können und wollen die unhaltbaren Zustände an den Berliner Schulen nicht weiter hinnehmen. Der ‚Raubbau’, der an uns und unserer Jugend betrieben wird, sowie der fahrlässige Umgang mit den nachfolgenden Generationen müssen ein Ende haben! Bildet Berlin! ist nicht gewillt tatenlos zuzusehen, wie die Politiker ihre gesellschaftliche Verantwortung missachten!

Bildet Berlin! setzt sich dafür ein, die Berliner Schulen endlich in ihrer Bedeutung für das Gemeinwohl wahrzunehmen und entsprechend nachhaltig zu handeln!

 

Das Manifest angestellter Lehrkräfte in Berlin

In einer Versammlung von ca. 120 angestellten Lehrerinnen und Lehrern von über 50 Berliner Schulen wurde am 13. Januar 2012 ein Manifest erarbeitet, dem sich in den folgenden Wochen fast 3.000 Lehrerinnen und Lehrer von über 100 Berliner Schulen mit ihrer Unterschrift angeschlossen haben. Am Freitag, den 2. März 2012, wurden Manifest und Unterschriften von 200 Kolleginnen und Kollegen an die Berliner Bildungssenatorin Scheeres übergeben.
Ausgangspunkt der Kritik ist, dass angestellte Lehrkräfte deutlich weniger Wertschätzung in Form von Einkommen und Absicherung erfahren als verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer mit gleicher Qualifikation und Berufserfahrung - und das im selben Berliner Lehrerzimmer! Die tägliche Benachteiligung gegenüber verbeamteten Lehrerinnen und Lehrern zerstört die Motivation, die so notwendig ist, um unsere Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern - es ist nicht gerecht, dass von uns angestellten Lehrkräften gefordert wird, unter den bestehenden Bedingungen das Beste zu geben, ohne uns gleichzeitig ausreichend Sicherheit und Perspektive zu bieten! Angesichts der ohnehin schon schwierigen Arbeitsbedingungen in den Berliner Schulen spielen deshalb zunehmend Junglehrer mit dem Gedanken, in ein anderes Bundesland zu wechseln, um später eventuell mit dem Beamtenstatus in die Berliner Lehrerzimmer zurückzukommen. Doch dieser Weg steht, z. B. aus familiären Gründen, nicht jedem offen. Mit der Übernahme verbeamteter Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Bundesländern sorgt der Berliner Senat dafür, dass die Ungleichbehandlung von angestellten Lehrkräften gegenüber den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen auch in Zukunft bestehen wird und sogar noch vergrößert wird. Denn außerhalb der Regelungen zum Austausch von Landesbeamten übernommene Lehrkräfte erhalten eine über die Berliner Besoldung hinausgehende Zulage, die die Differenz zur Besoldung im Herkunftsland ausgleicht. So kommen einzelne in den Genuß, bei Baden-Würtembergischem Gehalt als Lehrkraft in der sexy Bundeshauptstadt arbeiten zu dürfen: ein Luxus, der durch die Abzüge beim Gros der Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis von denen unfreiwillig „erwirtschaftet“ wird! Wer hier noch als Angestellter bleibt, hat das dumfe Gefühl etwas falsch gemacht zu haben und kommt sich vom Senat schlicht für dumm verkauft vor.

Wir sorgen uns deshalb um die Qualität der schulischen Bildung in Berlin! Wir fragen uns: Wie soll es gelingen, dass Berlin langfristig als attraktiver Arbeitgeber viele gute Lehrerinnen und Lehrer für die Berliner Schule gewinnen und halten kann? Ist der Senat nicht bereit sie zu verbeamten, so muss es einen Ausgleich für die bestehenden Benachteiligungen für angestellte Lehrerinnen und Lehrer geben!

Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit:

Folgende Benachteiligungen gegenüber verbeamteten Lehrkräften müssen ausgeglichen werden, wenn Lehrer/-innen weiterhin motiviert und konstruktiv in Kooperation Schule gestalten sollen:

  1. Ersatz der kündbaren Nebenabrede zur Vorweggewährung der höchsten Erfahrungsstufe durch eine sichere tarifliche Regelung,
  2. Gehaltsstufen, deren Nettoverdienst dem Vergleich mit Beamten standhalten,
  3. Zahlung eines Krankengeldzuschusses über die 39. Woche hinaus, Zahlung eines Zuschusses für eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung,
  4. eine gleiche Berücksichtigung der Familienverhältnisse von angestellten und beamteten Lehrkräften und
  5. den Ausgleich gravierender Unterschiede bei Altersvorsorge und der späteren Altersversorgung

Sollten sich die Forderung nach Gleichstellung tarifrechtlich nicht umsetzen lassen, stellt die Rückkehr zur Verbeamtung eine Alternative dar.
 

Wir fordern qualifiziertes Lehrpersonal für die Berliner Schule:

  1. Unterricht darf nur von Personen mit voller Lehrbefähigung (2. Staatsexamen) eigenverantwortlich erteilt werden. Interessenten an einem Quereinstieg in den Lehrerberuf müssen ggf. in den Bereichen der Didaktik und Pädagogik nachqualifiziert werden bevor sie eigenverantwortlich Unterricht erteilen.
  2. Schulen müssen dauerhaft und verlässlich eine Personal-Ausstattung von über 100% erhalten, so dass Unterricht von den Schulen selbst angemessen und qualifiziert vertreten werden kann. Der Vertretungsbedarf liegt an der Berliner Schule stabil bei etwas mehr als 10% des gesamten Unterrichts [1], dies legt eine Ausstattung mit 110% nahe.
Quelle:
[1] Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Wissenschaft 2012: Anhang G1 der Broschüre Blickpunkt Schule, S. 21
     http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungsstatistik/blickpunkt_schule_2011_12.pdf
     ?start&ts=1329729903&file=blickpunkt_schule_2011_12.pdf

Dokumente

 
Bildet Berlin!
Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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