Aktuelles

 

Gefährliche Unwahrheiten zur Bezahlung von Lehrkräften

Der Arbeitskampf angestellter Lehrkräfte in Berlin wird am 4. und 5.12.2013 mit zwei weiteren Streiktagen fortgesetzt (Details dazu auf der Webseite der GEW BERLIN: http://www.gew-berlin.de/9355.php). Finanzsenator Nußbaum verweigert trotz gerichtlich geklärter Zuständigkeit Verhandlungen auf Landesebene.

Beunruhigend ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl Herr Nußbaum als auch ein vermeintliches "Bündnis für Lehrer" die Situation so darstellen, als ob das Problem einer unattraktiven Bezahlung angestellter Lehrkräfte in Berlin gar nicht bestehe! Wir haben zwei Flyer verfasst, die diesen Aussagen Zahlen der Senatsbildungsverwaltung zur Bezahlung von Lehrkräften in Berlin entgegensetzen, die die Aussagen als gefährliche Unwahrheiten entlarven:





erstellt am 28.11.2013, letzte Aktualisierung am 06.05.2014

 

Zum dritten Mal sachlich falsch: Senatsbildungsverwaltung gibt erneut die Differenz der Nettoeinkommen zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften als zu gering an

In der aktuellen Tarifauseinandersetzung geht es um eine gerechte und attraktive Bezahlung angestellter Lehrkräfte in Berlin. In weiten Teilen werden ihnen im Vergleich zu verbeamteten Kollegen Angestelltenrechte vorenthalten. Stattdessen werden in einem einmaligen Vorgang vom Land Berlin einseitig erlassene Regelungen für Beamte auf tarifrechtlich Beschäftigte angewendet.

In dieser Situation ist es nicht hinnehmbar, dass der Senat zum dritten Mal das Einkommen von Lehrkräften in der Öffentlichkeit sachlich falsch darstellt und damit den Eindruck erweckt, die Differenz beim Nettoeinkommen zwischen Angestellten und Beamten seigeringer als sie tatsächlich ist:

erstellt am 13.11.2013, letzte Aktualisierung am 15.11.2013

 

Zurück zur inhaltlichen Auseinandersetzung!

Die Lohndiskriminierung zwischen Mann und Frau soll ein Ende haben. Union und SPD haben sich am vergangenen Wochenende bei ihren Koalitionsverhandlungen u.a. auf eine gesetzliche Verpflichtung zur Lohntransparenz und den gemeinsamen Abbau der jeweiligen Lohnunterschiede durch die Tarifpartner geeinigt.

Diese Einigung auf Bundesebene sollte im Sinne des Gleichheit-Prinzips längst eine Selbstverständlichkeit sein. In Berlin wird dieser Grundsatz jedoch ignoriert. Hier regieren Union und SPD seit 2011 in einer Großen Koalition und missachten als Arbeitgeber eine tarifrechtlich geregelte Bezahlung der angestellten Lehrer. In den Berliner Lehrerzimmer herrscht eine Zwei-Klassen-Entlohnung. Und der rot-schwarze Senat hält sich nicht für zuständig.

Warum löst diese Ungerechtigkeit inzwischen so viel Unmut – nicht nur bei angestellten Lehrkräften – aus?

erstellt am 12.11.2013, letzte Aktualisierung am 12.11.2013

 

Erneuter befristeter Streik am Montag, den 21.10.2013


"FAIR PAY!" - mit diesem Motto bekräftigten 2300 streikende angestellte Lehrkräfte am 21. Oktober 2013 ihre Forderungen nach einer Eingruppierung, die geeignet ist, die statusbedingten Unterschiede im verfügbaren Einkommen zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften auszugleichen.

Nichts tut sich in der aktuellen Tarifauseinandersetzung und so sehen sich angestellte Lehrkräfte gezwungen, den Druck durch weitere Streiks zu erhöhen: Für Montag, den 21. Oktober 2013 hatte die GEW BERLIN zum Streik aufgerufen. Zum 15. Streiktag seit Beginn der Tarifauseinandersetzung fanden sich erneut 2300 Lehrkräfte zur zentralen Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt ein.

Wie auch schon zur Streikwoche im Mai hat sich die Schülergruppe RedBrain mit dem Protest der Lehrkräfte solidarisiert, zu einem Bildungsstreik aufgerufen und eine Schülerdemonstration zur Kundgebung organisiert, der sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler anschlossen. 

erstellt am 15.10.2013, letzte Aktualisierung am 12.11.2013

 

Das Schreckgespenst Lehrermangel ist zurück: Berlin-Brandenburg sucht 3000 Lehrkräfte

Senatorin Scheeres setzt dabei auch auf Einstellungen aus anderen Bundesländern

Berlin sucht für das kommende Schuljahr nach aktuellen Berechnungen 2000 Lehrkräfte. Brandenburgs neuer Ministerpräsident Brandenburgs, Dietmar Woidke, will 1000 Lehrkräfte einstellen. Damit benötigt die Region Berlin-Brandenburg insgesamt 3000 neue Lehrer/innen. Während Brandenburg verbeamtet, bietet der Berliner Senat eine tarifrechtlich nicht gesicherte und ungerechte Bezahlung sowie eine versteckte Arbeitszeiterhöhung.

Um den Einstellungsbedarf in der Hauptstadt zu decken geht die Berliner Bildungssenatorin Scheeres nun in die Offensive und setzt auch auf die Einstellung aus anderen Bundesländern: „Auch aus dem restlichen Bundesgebiet können sich die Jung-Lehrerinnen und -Lehrer auf die Stellen in Berlin bewerben.“ Diese Haltung ist mehr als fragwürdig. Denn eigentlich sollte die sogenannte „Drehtürverbeamtung“ beendet werden. Oder war es nie die Absicht der Senatorin, die Einstellung von Beamten aus anderen Bundesländern gänzlich zu verhindern?
Bildet Berlin! fordert daher ausdrücklich: Einstellungen dürfen nur im Angestelltenverhältnis erfolgen!

erstellt am 16.10.2013, letzte Aktualisierung am 17.10.2013

 

Bildet Berlin! Perspektiv-Konferenz am 17. Oktober 2013



Am Donnerstag, den 17. Oktober 2013 nahmen zahlreiche Anhänger von Bildet Berlin! sowie der Schülergruppe Red Brain an einer „Perspektiv-Konferenz“ teil. Bis in den späten Abend hinein wurde konstruktiv über die nächsten notwendigen Schritte in der Tarifauseinandersetzung sowie zur Sicherung der Schulqualität in Berlin diskutiert und ein offener Brief an Bildungssenatorin Scheeres beschlossen.

Bezüglich der mit großer Mehrheit beschlossenen Haltung von Bildet Berlin!, den Arbeitskampf fortzuführen, muss darauf verwiesen werden, dass die GEW für das Aufrufen von Arbeitskampfmaßnahmen zuständig ist. Da Bildet Berlin! aber stark in der „Tarifpolitischen Konferenz“ (nächste Sitzung am 29.10.2013) sowie in der Tarifkommission vertreten ist, werden wir unseren Standpunkt dort deutlich zum Ausdruck bringen. Wenn der Senat es ernst meint mit der Deckung des Unterrichtsbedarfes und der Nichtverbeamtung, braucht Berlin eine tarifvertraglich gesicherte gerechte Bezahlung für Angestellte! Bildet Berlin! treibt keinen Zeitdruck in der Tarifauseinandersetzung und stellt sich auf einen langanhaltenden sowie in unterschiedlichen Variationen stattfinden Arbeitskampf ein. Nur auf diese Weise wird Berlin auch attraktiv für junge Lehrkräfte. Die Qualität schulischer Bildung in Berlin steht und fällt mit den Angestellten. Sie sind die Zukunft in den Lehrerzimmern dieser Stadt und für die Qualität schulischer Bildung unersetzlich!

→ Ergebnisse und Beschlüsse                       → Einladung

   
Impressionen von der Bildet Berlin!-Perspektiv-Konferenz am 17. Oktober

erstellt am 18.10.2013, letzte Aktualisierung am 12.11.2013

 

Es geht weiter: Befristete Streiks am 24.09. und 21.10.2013

   

Es ist der 14 Streiktag innerhalb einen Jahres: Die GEW BERLIN hat erneut die angestellten Lehrkräfte zu befristeten Streiks am 24.09. und 21.10.2013 aufgerufen (→ Streikaufruf). Damit sind die angestellten Lehrkräfte in Berlin nicht allein: Es tut sich was in der „Bildungsrepublik“ Deutschland - am 17.09.2013 streikten hunderte angestellte Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt, am 10.07.2013 streikten gut 1000 angestellte Lehrkräfte in Baden-Württemberg!

   

Dabei schienen erste konstruktive Gespräche zwischenzeitlich so nah wie schon lange nicht mehr. Allerdings lässt die Tatsache, dass Finanzsenator Nußbaum ein als vertraulich vereinbartes Gespräch öffentlich kommentiert hat, das gewonnene Vertrauen im Nu wieder hinfällig erscheinen.

erstellt am 23.09.2013, letzte Aktualisierung am 01.10.2013

 

Problem kleingerechnet: Angaben der SenBJW zum Einkommen angestellter und verbeamteter Lehrkräfte erneut sachlich falsch

In dem Beitrag Angestellte Lehrer streiken für mehr Gehalt veröffentlichte die B.Z. am 20.08.2013 Zahlen zum Einkommen einer verheirateten Sekundarschul-Lehrkraft mit einem Kind als Angestellte und Verbeamtete im Vergleich. Als Quelle wurde die Senatsbildungsverwaltung genannt.

Ein Kollege hat uns inzwischen darauf hingewiesen, dass die Angaben für verbeamtete Lehrkräfte nach 10 Jahren sachlich falsch sind: Angegeben sind die Zahlen für die Erfahrungsstufe 3, nach 10 Jahren befinden sich beamtete Lehrkräfte jedoch in der Erfahrungsstufe 4 und verdienen deutlich mehr als von der Senatsbildungsverwaltung angegeben. Gemäß den Berliner Besoldungstabellen verweilen Berliner Landesbeamte 2 Jahre in Stufe 1, 3 Jahre in Stufe 2, 3 Jahre in Stufe 3 und erreichen mit dem 9. Dienstjahr Stufe 4.

Dieser Fehler ist insofern als bedeutsam einzuschätzen, weil angestellte Lehrkräfte kritisieren, im Verlauf ihres Berufslebens deutlich weniger als ihre beamteten Kollegen zu verdienen. Durch den sachlichen Fehler wird diese Differenz im Einkommen nach 10 Jahren von netto monatlich 262,29€ mit 170,91€ um mehr als ein Drittel zu klein dargestellt. Die von den angestellten Lehrkräften kritisierte Ungerechtigkeit wird so in der Öffentlichkeit kleiner dargestellt als sie tatsächlich ist.

erstellt am 21.09.2013, letzte Aktualisierung am 21.09.2013

 

Podiumsdiskussion „Welche Lehrer brauchen wir? – Was brauchen unsere Lehrer?“ im Roten Rathaus

Landesschülerausschuss, Landeslehrerausschuss und Landeselternausschuss haben am Freitag, den 13.9.2013 im Roten Rathauses eine angerende Diskussionsveranstaltung zum Thema „Welche Lehrer brauchen wir? – Was brauchen unsere Lehrer?“ veranstaltet. Als Referenten nahmen teil:
  • Sigrid Baumgart (GEW BERLIN)
  • Florian Bublys (Bildet Berlin)
  • Adrian Berner (Lehramtsstudent, PKB-Kraft)
  • Ferdinand Horbart (Philologen Verband)
  • Philipp Möller (Giordano-Bruno-Stiftung, Autor von „Isch geh Schulhof“)
  • Andreas Stephan (SenBJW, Referatsleiter Lehrerbildung)

erstellt am 06.09.2013, letzte Aktualisierung am 21.09.2013

 

Konstruktive Gespräche mit Vertretern der SPD-Fraktion

Ende letzten Jahres begann an sechs ausgewählten Schulen der Arbeitskampf. Vergangene Woche beteiligten sich über 350 Schulen an dem Protest und tausende angestellte Lehrerinnen und Lehrer haben abermals gestreikt. Die angestellten Pädagogen fordern im Rahmen des Arbeitskampfes Verhandlungen über einen Tarifvertrag, der geeignet ist, die Einkommensunterschiede zu den verbeamteten Kollegen auszugleichen. In der aktuellen Auseinandersetzung herrscht Stillstand, eine Lösung des Konflikts scheint nicht in Sicht. Am 27. August 2013 trafen sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion İlkin Özışık und Lars Oberg, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung der SPD-Fraktion, zu einem Gespräch mit Vertretern der Initiative „Bildet Berlin!“.  

Die Delegation von Bildet Berlin!
vor dem Berliner Abgeordnetenhaus

Erstmals seit Beginn der Auseinandersetzung fanden Gespräche in einer konstruktiven und lösungsorientierten Atmosphäre statt. Alle Gesprächsteilnehmer wissen um die festgefahrene Situation und stellen fest, dass die momentane Lage den Schulfrieden in Berlin langfristig gefährdet.

Özışık und Oberg signalisierten eindeutig die Bereitschaft seitens der SPD-Fraktion, weitere Gespräche zu führen und Ergebnisse in die parlamentarische Debatte einfließen zu lassen. Diese Entwicklung bewertet „Bildet Berlin!“ als Richtungswechsel und eindeutiges Zeichen an den Berliner Senat, die Blockadehaltung aufzugeben.

„Bildet Berlin!“ ist der Überzeugung, dass das stattgefundene Gespräch ein Aufschlag für eine konstruktive Zusammenarbeit darstellt. Die Gespräche werden in zwei Wochen fortgesetzt. Es wäre wünschenswert, wenn diese Gespräche dazu beitragen, dass in naher Zukunft auch die verantwortlichen Tarifparteien einen konstruktiven Dialog aufnehmen.

→ als Pressemitteilung herunterladen

erstellt am 27.08.2013, letzte Aktualisierung am 06.09.2013

 

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Bildet Berlin! ist ein Verein, dessen Mitglieder und Unterstützer es leid sind, tatenlos zuzusehen wie sich die Qualität der schulischen Bildung in Berlin durch eine mangelhafte Ausstattung der Schulen verschlechtert.
Gute Schulbildung ist der Schlüssel für Integration und Arbeit. Bildung ist die Zukunft dieser Stadt.
Deshalb: Bildet Berlin!

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